Wälderhaus, Hamburg

In Hamburg sticht ein neues Gebäude aus der grauen Masse der Stahl- und Betonbauten heraus: Das Multifunktionsgebäude Wälderhaus mit seiner „grünen“ Holzfassade. Es entstand im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) und soll den Hamburgern mitten in der Stadt den Wald näher bringen.

Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss nutzt die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Ausstellungsflächen zum Thema Norddeutscher Wald. Daneben gibt es in diesem Bereich Konferenz- und Schulungsräume sowie ein Restaurant. In den oberen drei Stockwerken ist ein Hotel untergebracht.

Das Besondere: Der obere Teil des Gebäudes ist in Massivholz-Bauweise errichtet. Nicht nur die Decken und Innenwände, sondern auch die Außenwände sind aus massivem Lärchenholz.

Geschäftsbereiche

  • Projektabwicklung
  • Planung & Konstruktion

Gewerke

  • Brandschutz und Sicherheit

Kundensegmente

  • Immobilieninvestoren und -entwickler

Gebäudetyp

Herausforderung

Wie wird diese Holzkonstruktion am effektivsten gegen die Ausbreitung von Feuer geschützt, wenn Wände, Decken und selbst die Fassade brennbar sind?

Lösung

Interne Simulationen und Analysen durch Forschung und Entwicklung ergaben:

  • Wassernebellöschanlage als Niederdruck-Nebellöschanlage EconAqua
  • Die Niederdruck-Wassernebellöschanlage verbraucht rund 85 % weniger Löschwasser als konventionelle Sprinkler. Im Brandfall wird der Wasserschaden gering gehalten – ein wichtiger Punkt für die Holzkonstruktion, die durch Löschwasser einen vielfach höheren Schaden erleidet als beispielsweise Stahlbetonbauten.
  • Platzbedarf für Wasservorrat ist durch geringeren Verbrauch kleiner
  • Befestigung an brennbaren Wand- und Deckenkonstruktionen mit eigens entwickelten Doppelhaltern  
      

Zeitraum

2012-2013

Fakten zum Projekt

  • Größtes Holzhaus in Deutschland mit außergewöhnlichem Brandschutzkonzept
  • fünfstöckiges Gebäude, ab zweitem Obergeschoss in Massivholzbauweise
  • Ausgezeichnet mit dem „sprinkler protected“ Award des bvfa (Bundesverband vorbeugender Brandschutz)

Fakten zum Caverion-Auftrag

  • Rund 700 Sprinklerköpfe
  • Wasservorrat ca. 20 m³
  • Verdichteter Spinklerschutz an den Fenstern, damit Übersprung der Flammen von der Holzfassade in die Zimmer (und umgekehrt) vermieden wird
  • Teilung des Erdgeschosses in zwei Brandabschnitte durch Brandschutzvorhang. Hier wurden konventionelle Sprinkler verdichtet eingebaut.