12.02.2021 Pressemitteilungen, Austrian

Jahresbericht 2020 - Caverion Group

1. Oktober bis 31. Dezember 2020

  • Umsatz: 579,3 Mio. EUR (589,0 Mio. EUR)
  • EBITDA ohne Sondereffekte: 22,5 Mio. EUR (33,7 Mio. EUR) oder 3,9 (5,7) Prozent des Umsatzes
  • EBITA: 6,3 Mio. EUR (22,5 Mio. EUR) oder 1,1 (3,8) Prozent des Umsatzes
  • Operativer Cash Flow vor Finanzierungstätigkeit und Steuern: 81,3 Mio. EUR (80,6 Mio. EUR). Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Jahresende 149,3 Mio. EUR (93,6 Mio. EUR).
  • Ergebnis pro Aktie (unverwässert): -0,03 EUR (0,11 EUR) pro Aktie

1. Januar bis 31. Dezember 2020

  • Auftragsbestand: 1.609,1 Mio. EUR (1.670,5 Mio. EUR)
  • Umsatz: 2.154,9 Mio. EUR (2.123,2 Mio. EUR)
  • EBITDA ohne Sondereffekte: 116,5 Mio. EUR (120,4 Mio. EUR) oder 5,4 (5,7) Prozent des Umsatzes
  • EBITA ohne Sondereffekte: 60,6 Mio. EUR (67,2 Mio. EUR) oder 2,8 (3,2) Prozent des Umsatzes
  • EBITA: 42,4 Mio. EUR (49,8 Mio. EUR) oder 2,0 (2,3) Prozent des Umsatzes
  • Operativer Cashflow vor Finanzierungstätigkeit und Steuern: 157,6 (143,7) Mio. EUR
  • Ergebnis pro Aktie (unverwässert): 0,05 EUR (0,14 EUR) pro Aktie
  • Net debt/EBITDA*: -0,2x (1,4x)
  • Empfehlung des Aufsichtsrats für die Hauptversammlung am 24.03.2021 – Die Ausschüttung pro Aktie 0,10 EUR und eine zusätzliche Ausschüttung von 0,10 EUR pro Aktie. Die Gesamtausschüttung für das Jahr 2020 beträgt 0,20 EUR pro Aktie.
  • Keine Ausschüttungen für das Geschäftsjahr 2019 basierend auf dem Beschluss der Hauptversammlung 2020.

* Sofern nicht anders vermerkt, beziehen sich die Zahlen in Klammern auf den entsprechenden Zeitraum des Vorjahres.

Kommentar von Ari Lehtoranta, CEO der Caverion Group:

Das EBITA ohne Sondereffekte hat sich im vierten Quartal gegenüber den vorangegangenen Quartalen verbessert. Das Ergebnis wurde von der zweiten Welle der Coronapandemie beeinflusst. Ich bin dennoch zufrieden damit, wie wir die Krise bislang bewältigt haben. Wir haben unsere Digital- und Energiedienstleistungsoffensive über alle Divisionen weiter vorangetrieben. Gleichzeitig haben wir unsere Maßnahmen im Performance Management weiter gestärkt und damit unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter gesteigert. Nach der Krise werden wir uns in einer guten Position befinden, und auf neue Kundenanforderungen vorbereitet sein. Im vierten Quartal lag unser Schwerpunkt auf den Anfang November angekündigten Restrukturierungsmaßnahmen. Die daraus resultierenden Einsparungen werden 2021 mindestens 25 Mio. EUR betragen.

Der Auftragsbestand verringerte sich im vierten Quartal um 3,7 Prozent auf 1.609,1 (1.670,5) Mio. EUR. Der Auftragsbestand im Servicegeschäft nahm zu, jedoch war das Projektgeschäft vom wirtschaftlichen Abschwung negativ betroffen. Projekte, die 2016 oder früher gestartet wurden, hatten zum Jahresende nur einen Anteil von 1,4 Prozent im Auftragsbestand des Projektgeschäfts. Das wirtschaftliche Umfeld wirkte sich sowohl auf den Umsatz als auch auf die Profitabilität aus. Einfluss hatte zudem unser weiterhin selektives Vorgehen bei der Auswahl von neuen Projekten sowie das Einstellen des Großanlagenbaus in Dänemark. Unser Umsatz im vierten Quartal belief sich auf 579,3 (589,0) Mio. EUR, was einem Rückgang von 1,7 Prozent oder 1,0 Prozent in lokalen Währungen entspricht. Gemessen in lokalen Währungen stieg der Umsatz im Servicegeschäft um 5,3 Prozent, während der Umsatz im Projektgeschäft im vierten Quartal um 11,1 Prozent zurückging. Das Servicegeschäft hatte einen Anteil von 65,3 (61,5) Prozent am Konzernumsatz.

Das EBITA ohne Sondereffekte betrug im vierten Quartal 22,5 (33,7) Mio. EUR oder 3,9 (5,7) Prozent des Umsatzes. Das EBITA wurde durch einmalige Restrukturierungskosten in Höhe von 7,7 Mio. EUR und Abschreibungen auf ein bestehendes Risikoprojekt in Deutschland in Höhe von 7,7 Mio. EUR beeinflusst. Entgegen unserer ursprünglichen Schätzung wird das Projekt nun nicht wie angenommen Ende 2020, sondern voraussichtlich Ende des ersten Halbjahres 2021 abgeschlossen sein. Die Ausführung wurde aufgrund der Coronapandemie und weiterer Faktoren, die außerhalb des Caverion Einflusses liegen, verzögert. Unsere Margenverluste im Projektgeschäft haben sich über die letzten Jahre deutlich verringert. Wir haben Maßnahmen im Bereich Projektmanagement, Projektausführung und Finanzsteuerung ergriffen, um das künftige Risiko bei Projekten so gering wie möglich zu halten.

Unser Cashflow war erneut erfreulich. Unser operativer Cashflow vor Finanzierungstätigkeit und Steuern verbesserte sich im vierten Quartal auf 81,3 (80,6) Mio. EUR. Unsere Liquidität ist weiterhin hoch. Dies ermöglicht eine höhere Dividende für 2020 im Vergleich zu den Vorjahren. Wir haben Anfang 2021 eine Akquisition in Österreich getätigt und suchen aktiv nach weiteren Akquisitionen.

Caverion hat im letzten Quartal Nachhaltigkeitsziele veröffentlicht. Wir wollen durch unsere Lösungen bis 2030 bei unseren Kunden mehr CO2-Ausstoß vermeiden, als wir als Unternehmen in 11 Ländern selbst erzeugen. Genau genommen: 10 Mal so viel. Wir arbeiten aktiv daran, nachhaltige Lösungen in unserem gesamten Portfolio zu verankern und für unsere Kunden noch sicht- und messbarer zu gestalten.

Das Jahr 2020 hat unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überdurchschnittlich gefordert. Der Infektionsschutz am Arbeitsplatz hat oberste Priorität. Glücklicherweise sind bislang alle infizierten Kolleginnen und Kollegen von Covid-19 genesen. Ich möchte allen für ihren Einsatz und ihre Leistung in diesem besonders fordernden Jahr danken.

Mit Blick auf 2021 ist unser klares Ziel, gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Wir erwarten, dass die angespannte wirtschaftliche Situation im ersten Quartal weiter anhalten wird. Für die zweite Jahreshälfte erwarten wir, dass die aufgelegten nationalen Konjunkturpakete nachhaltige Investitionen in Gebäude anregen. Einen Ausblick für 2021 werden wir abgeben, wenn die wirtschaftliche Unsicherheit aufgrund der Pandemie nachlässt. Unser mittelfristiges bereinigtes EBITA-Margenziel von mehr als 5,5 Prozent (seit November 2019) ist nach wie vor gültig und wir sehen gute Chancen, uns künftig weiter zu steigern.

Ausblick für 2021

Caverion wird eine Prognose für das Jahr 2021 abgeben, sobald die durch die Pandemie verursachten Unsicherheiten für das operative Umfeld und den Betrieb von Caverion nachgelassen haben.

Marktprognose

Caverion hat Anteil am Betrieb systemrelevanter Einrichtungen. Dazu zählen Energie- und Transportinfrastruktur, Gesundheitseinrichtungen, Pharma- und Lebensmittelindustrie, Lebensmitteleinzelhandel und -logistik sowie behördlich genutzte Einrichtungen. Es ist zu erwarten, dass die bereitgestellten Konjunkturpakete Investitionen im Wirkungsbereich von Caverion unterstützen werden.

Die Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit lassen eine höhere Nachfrage nach den Dienstleistungen von Caverion erwarten. Die europäische und nationale Gesetzgebung definiert feste Vorgaben für mehr Energieeffizienz in Gebäuden.

Service

Das Servicegeschäft bei Caverion ist stabiler und resistenter gegenüber äußeren Einflüssen als das Projektgeschäft. Zudem dürften sich Konjunkturpakete positiv auf die Nachfrage im Servicegeschäft auswirken.

Projekte

Der durch Corona bedingte wirtschaftliche Abschwung wirkt sich negativ auf die Nachfrage im Projektgeschäft aus. Erfahrungsgemäß setzt die Auswirkung der wirtschaftlichen Erholung auf das Projektgeschäft erst verzögert ein. Caverion erwartet allerdings, dass sich die Konjunkturpakete auch im Projektgeschäft positiv auf die Nachfrage auswirken.

Die allgemeinen Megatrends bleiben langfristig bestehen. Dazu zählen Technisierung, Energieeffizienz, Digitalisierung und Automatisierung.

Dies ist eine inoffizielle und gekürzte Übersetzung. Sie finden die Originalmeldung auf Englisch unter diesem Link.

Pressekontakt

Weitere Informationen: Caverion Österreich GmbH Laxenburger Straße 254 1230 Wien Monika Straka Marketing & Kommunikation Tel.: +43 (0)5 0606-4267 monika.straka@caverion.com