13.08.2020 Pressemitteilungen, Austrian

Caverion Group Bericht zum 2. Quartal 2020

1. April bis 30. Juni 2020

  • Umsatz: 518,5 Mio. EUR (512,3 Mio. EUR), Umsatz im Servicegeschäft um 3,1% gestiegen 
  • EBITDA ohne Sondereffekte: 18,5 Mio. EUR (10,0 Mio. EUR) oder 3,6 (2,0) Prozent des Umsatzes
  • EBITA ohne Sondereffekte: 4,8 Mio. EUR (-3,2 Mio. EUR) oder 0,9 (-0,6) Prozent des Umsatzes
  • EBITA: 8,4 Mio. EUR (-4,1 Mio. EUR) oder 1,6 (-0,8) Prozent des Umsatzes. 
  • Operativer Cash Flow vor Finanzierungstätigkeit und Steuern: 48,2 Mio. EUR (29,1 Mio. EUR).
  • Ergebnis pro Aktie (unverwässert): 0,01 EUR (-0,06 EUR) pro Aktie
  • Neue Hybridanleihe über 35,0 Mio. EUR im Mai, Rückzahlung der alten Hybridanleihe über 66,1 Mio. EUR im Juni

1. Januar bis 30. Juni 2020

  • Auftragsbestand: 1.739,7 Mio. EUR (1.704,7 Mio. EUR), Zuwachs um 2,1 Prozent
  • Umsatz: 1.060,1 Mio. EUR (1.026,7 Mio. EUR), Umsatz im Servicegeschäft um 7,8 Prozent gestiegen
  • EBITDA ohne Sondereffekte: 44,7 Mio. EUR (37,1 Mio. EUR) oder 4,2 (3,6) Prozent des Umsatzes
  • EBITA ohne Sondereffekte: 17,0 Mio. EUR (10,6 Mio. EUR) oder 1,6 (1,0) Prozent des Umsatzes
  • EBITA: 18,4 Mio. EUR (5,2 Mio. EUR) oder 1,7 (0,5) Prozent des Umsatzes
  • Operativer Cashflow vor Finanzierungstätigkeit und Steuern: 104,3 (59,2) Mio. EUR
  • Ergebnis pro Aktie (unverwässert): 0,02 EUR (-0,04 EUR) pro Aktie
  • Net debt/EBITDA*: 0,1x (0,8x)

(Soweit nicht anderweitig vermerkt, beziehen sich die Zahlen in Klammern auf denselben Zeitraum des Vorjahres.)

* auf Basis der mit unseren Kreditgebern vereinbarten Berechnungsgrundsätze

Kommentar von Ari Lehtoranta, CEO der Caverion Group:

Die Corona Pandemie zeigte im zweiten Quartal Auswirkungen auf unser Geschäft. In den meisten Ländern, in denen wir tätig sind, kam es im April und Mai zu einem Lockdown. Arbeitskräfte fehlten und es kam zu Verzögerungen und Schließungen von Baustellen und Objekten. Die staatlichen Restriktionen und die Auswirkungen auf unser Geschäft begannen im Juni deutlich nachzulassen. In der zweiten Hälfte des Quartals kündigten mehrere Regierungen Konjunkturpakete an, um die wirtschaftliche Erholung zu beschleunigen.

Dennoch stieg unser Auftragsbestand um 2,1 Prozent auf 1.739,7 (1.704,7) Millionen EUR. Die Pandemie wirkte sich im zweiten Quartal sowohl auf den Umsatz als auch auf die Rentabilität aus. Dennoch konnten wir geringe Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr erzielen. Unser Umsatz im zweiten Quartal belief sich auf 518,5 (512,3) Millionen Euro, ein Anstieg um 1,2 Prozent oder 3,3 Prozent unter Berücksichtigung der lokalen Währungen. Der Umsatz im Servicegeschäft stieg – ebenfalls unter Berücksichtigung der lokalen Währungen – um 5,8 Prozent, während der Umsatz des Projektgeschäfts im zweiten Quartal um 0,6 Prozent zurückging. Das Servicegeschäft trug 61,9 (60,8) Prozent zum Konzernumsatz bei. Das bereinigte EBITA verbesserte sich auf 4,8 (-3,2) Millionen EUR bzw. 0,9 (-0,6) Prozent des Umsatzes. Das EBITA erhöhte sich auf 8,4 (-4,1) Millionen EUR oder 1,6 (-0,8) Prozent des Umsatzes, wobei sich ein einmaliger Kapitalgewinn positiv auswirkte. Im Bereich Services lag der Auftragseingang im April und Mai niedriger, gefolgt von einer Erholung im Juni. Im Projektgeschäft wirkte sich die Pandemie auf unsere Produktivität aus. Die Rentabilität im Projektgeschäft wurde beeinträchtigt durch den Abschluss letzter Altprojekte, die Einstellung des Großanlagenbaus in Dänemark sowie der fehlenden Möglichkeit in Mitteleuropa Personalkosten durch temporäre Freistellungen zu reduzieren.  

Liquidität und Cashflow waren im zweiten Quartal weiterhin stark. Der operative Cashflow vor Finanzierungstätigkeit und Steuern verbesserte sich auf 48,2 (29,1) Millionen EUR. Der Cashflow wurde durch die Verschiebung von Zahlungen an Behörden in Höhe von 29,6 Millionen EUR, die von Juli bis November ausgezahlt werden, positiv beeinflusst. Unsere liquiden Mittel wuchsen auf 130,2 (103,6) Millionen EUR. Die Integration unserer jüngsten Akquisitionen und die Veräußerung ausgewiesener Teile unseres Industriegeschäfts in Finnland kamen planmäßig voran.

Für die weitere Entwicklung entscheidend ist, wie schnell sich die europäische Wirtschaft erholen wird. Bislang konnte Caverion die negativen Auswirkungen der Krise gut abfedern. 

Seit März wurden Notfall- und Kosteneinsparungsmaßnahmen durchgeführt. Darüber hinaus hat Caverion davon profitiert, dass das Performance-Management während der Fit-Phase der Konzernstrategie in der gesamten Organisation verankert wurde. 

Caverion zog im April den Ausblick für 2020 zurück. Es ist nicht absehbar, wie lange der derzeitige wirtschaftliche Abschwung anhalten wird. Geschäftsvolumen und Auftragseingang haben entscheidenden Einfluss auf die Leistungsfähigkeit in der zweiten Jahreshälfte. Derzeit geht das Unternehmen davon aus, dass sich das bereinigte EBITA in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 im Vergleich zur ersten Hälfte des Jahres 2020 erholen wird.

In der ersten Jahreshälfte wurde die Entwicklungsarbeit in den Bereichen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz fortgesetzt. Ein beträchtlicher Teil der Konjunkturpakete fördert nachhaltige Investitionen in intelligente Gebäude. Bereiche, auf die Caverion einen strategischen Schwerpunkt gelegt hat. 

Marktprognose 

Caverion hat Anteil am Betrieb systemrelevanter Einrichtungen. Dazu zählen Energie- und Transportinfrastruktur, Gesundheitseinrichtungen, Pharma- und Lebensmittelindustrie, Lebensmitteleinzelhandel und -logistik sowie behördlich genutzte Einrichtungen. Es ist zu erwarten, dass die bereitgestellten Konjunkturpakete Investitionen im Wirkungsbereich von Caverion ankurbeln werden.

Die anhaltenden Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit wirken sich weiterhin günstig auf das Geschäftsumfeld aus. Wohingegen ein globaler Abschwung Nachfrage und Preisumfeld negativ beeinflusst. Es ist derzeit davon auszugehen, dass die Nachfrage nach neuen Bauprojekten zurückgehen wird.

Bei ausgewählten Dienstleistungen steigt allerdings die Nachfrage durch die Coronakrise. Dazu zählen Fernüberwachung der Gebäudetechnik oder Nachrüstungen bei Lüftungs- und Klimaanlagen. 

Die allgemeinen Megatrends bleiben langfristig bestehen. Dazu zählen Technisierung, Energieeffizienz, Digitalisierung und Automatisierung. Die europäische Gesetzgebung unterstützt die anhaltende Forderung nach mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz.  

Ausblick 2020

Caverion zog am 14. April 2020 den Ausblick für 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie zurück. 

Caverion wird eine aktualisierte Prognose für 2020 vorlegen, sobald eine verlässlichere Einschätzung der Lage möglich ist. 

Dies ist eine inoffizielle und gekürzte Übersetzung. Sie finden die Originalmeldung auf Englisch unter diesem Link.

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Pressekontakt

Weitere Informationen: Caverion Österreich GmbH Laxenburger Straße 254 1230 Wien Monika Straka Marketing und Kommunikation Tel.: +43 (0)5 0606-4267 Monika.Straka@caverion.com