05.11.2020 Pressemitteilungen, Austrian

Caverion Group Bericht zum 3. Quartal 2020

1. Juli bis 30. September 2020

  • Umsatz: 515,5 Mio. EUR (507,5 Mio. EUR), Zuwachs um 1,6 Prozent, 2,3 Prozent in lokaler Währung. Organisches Wachstum -6,0 Prozent bedingt durch die Corona-Krise und den wirtschaftlichen Abschwung. Umsatz im Servicegeschäft stieg um 8,6 Prozent, 9,6 Prozent in lokaler Währung.
  • EBITDA ohne Sondereffekte: 34,8 Mio. EUR (36,2 Mio. EUR) oder 6,8 (7,1) Prozent des Umsatzes
  • EBITA ohne Sondereffekte: 21,2 Mio. EUR (23,0 Mio. EUR) oder 4,1 (4,5) Prozent des Umsatzes
  • EBITA: 17,7 Mio. EUR (22,1 Mio. EUR) oder 3,4 (4,4) Prozent des Umsatzes.
  • Operativer Cash Flow vor Finanzierungstätigkeit und Steuern: -28,0 Mio. EUR (3,8 Mio. EUR), bedingt durch verschobene Zahlungen an Behörden aufgrund von Corona in Höhe von 22,4 Mio. EUR
  • Ergebnis pro Aktie (unverwässert): 0,06 EUR (0,08 EUR) pro Aktie
  • Gute Liquiditätssituation

1. Januar bis 30. September 2020

  • Auftragsbestand: 1.627,7 Mio. EUR (1.676,9 Mio. EUR), Rückgang um 2,9 Prozent. Zuwachs um 7,3 Prozent im Servicegeschäft.
  • Umsatz: 1.575,6 Mio. EUR (1.534,2 Mio. EUR), Zuwachs um 2,7 Prozent, 4,2 Prozent in lokaler Währung. Organisches Wachstum bei -3,5 Prozent. Umsatzzuwachs im Servicegeschäft bei 8,1 Prozent, 10,1 Prozent in lokaler Währung.
  • EBITDA ohne Sondereffekte: 79,6 Mio. EUR (73,3 Mio. EUR) oder 5,0 (4,8) Prozent des Umsatzes
  • EBITA ohne Sondereffekte: 38,1 Mio. EUR (33,5 Mio. EUR) oder 2,4 (2,2) Prozent des Umsatzes
  • EBITA: 36,1 Mio. EUR (27,3 Mio. EUR) oder 2,3 (1,8) Prozent des Umsatzes
  • Operativer Cashflow vor Finanzierungstätigkeit und Steuern: 76,3 (63,0) Mio. EUR
  • Ergebnis pro Aktie (unverwässert): 0,08 EUR (0,04 EUR) pro Aktie
  • Net debt/EBITDA*: 0,8x (1,1x)
  • Neue Hybridanleihe über 35,0 Mio. EUR im Mai, Rückzahlung der alten Hybridanleihe über 66,1 Mio. EUR im Juni

(Soweit nicht anderweitig vermerkt, beziehen sich die Zahlen in Klammern auf denselben Zeitraum des Vorjahres.)

* auf Basis der mit unseren Kreditgebern vereinbarten Berechnungsgrundsätze

Kommentar von Ari Lehtoranta, CEO der Caverion Group:

Die Profitabilität von Caverion verbesserte sich im dritten Quartal gegenüber dem zweiten Quartal. Trotz der anhaltenden Corona-Pandemie waren die von den Regierungen auferlegten Beschränkungen im dritten Quartal im Vergleich zum zweiten Quartal deutlich geringer, so dass wir ohne längere Unterbrechungen arbeiten konnten. Allerdings wirkte sich der wirtschaftliche Abschwung auf unser Geschäft aus. In allen Länderdivisionen der Caverion baute sich gegen Ende des dritten Quartals eine zweite Corona-Welle auf – und erhöhte erneut das wirtschaftliche Risiko. Gleichzeitig profitierten wir noch nicht von den aufgesetzten Konjunkturpaketen auf nationaler bzw. EU-Ebene. Wir erwarten, dass diese 2021 ihre Wirkung entfalten werden.

Unser Auftragsbestand verringerte sich im dritten Quartal um 2,9 Prozent auf 1.627,7 (1.676,9) Mio. EUR. Der Auftragseingang zeigte sich insbesondere im Geschäftsbereich Service positiv, während sich der wirtschaftliche Abschwung vor allem auf das Projektgeschäft negativ auswirkte. Die wirtschaftliche Lage beeinflusste sowohl Umsatz als auch Profitabilität. Unser Umsatz im dritten Quartal betrug 515,5 (507,5) Mio. EUR, ein Plus von 1,6 Prozent oder 2,3 Prozent in lokalen Währungen. Gemessen in lokalen Währungen stieg der Umsatz im Servicegeschäft um 9,6 Prozent, während der Umsatz im Projektgeschäft im dritten Quartal um 8,1 Prozent zurückging. Das Servicegeschäft machte 62,5 (58,5) Prozent des Konzernumsatzes aus. Das bereinigte EBITA betrug 21,2 (23,0) Mio. EUR oder 4,1 (4,5) Prozent des Umsatzes. Im Projektgeschäft wirkte sich die Corona-Pandemie nach wie vor auf die Produktivität aus. Herausfordernd waren die Umsetzung der Abstandsregeln und die daraus resultierende entsprechende Planung der Baustellen sowie die Zusammenarbeit mit Subunternehmern aus dem Ausland. Die verminderte Produktivität führte zu zusätzlichen Abschreibungen in Höhe von 2 Mio. EUR bei einem verbleibenden Risikoprojekt in Deutschland. Von Januar bis September verbesserte sich unser bereinigtes EBITA auf 38,1 (33,5) Mio. EUR oder 2,4 (2,2) Prozent des Umsatzes. Damit liegen wir zwar hinter unseren Erwartungen, konnten das Ergebnis aber dennoch verbessern.

Unser operativer Cashflow vor Finanzierungstätigkeit und Steuern belief sich im dritten Quartal auf -28,0 (3,8) Mio. EUR. Wie wir in unserem Halbjahresbericht festgestellt haben, wurde der Cashflow durch ausgesetzte Zahlungen an Behörden in Höhe von 22,4 Mio. EUR im dritten Quartal beeinflusst. Die letzten offenen aufgeschobenen Zahlungen an Behörden in Höhe von 10,2 Mio. EUR werden im vierten Quartal 2020 und im ersten Quartal 2021 getätigt.

Caverion ermöglicht Leistung und Wohlbefinden in intelligenten und nachhaltig gebauten Umgebungen. Wir unterstützen Kunden dabei, Ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Auch wir haben unsere Nachhaltigkeitsziele neu definiert. Unser positiver CO2-Handabdruck soll bis 2030 zehnmal größer sein als unser CO2-Fußabdruck. Weitere Informationen werden separat kommuniziert.

Es ist schwer vorherzusagen, wie tiefgreifend und dauerhaft der wirtschaftliche Abschwung sein wird und wie schnell sich die Wirtschaft erholen wird. Im vierten Quartal ist die zweite Corona-Welle ein zusätzliches Risiko für unser Umsatzniveau. Wir werden weiter an unserer Leistungsfähigkeit arbeiten und die Bereiche Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz weiterentwickeln. Wir begrüßen, dass die auf den Weg gebrachten Konjunkturpakete nachhaltige Investitionen in Gebäude und Städte unterstützen und damit unsere strategischen Kernbereiche. Unser Ziel ist nach wie vor, dass wir gestärkt aus der Krise hervorgehen.

Marktprognose

Caverion hat Anteil am Betrieb systemrelevanter Einrichtungen. Dazu zählen Energie- und Transportinfrastruktur, Gesundheitseinrichtungen, Pharma- und Lebensmittelindustrie, Lebensmitteleinzelhandel und -logistik sowie behördlich genutzte Einrichtungen. Es ist zu erwarten, dass die bereitgestellten Konjunkturpakete Investitionen im Wirkungsbereich von Caverion unterstützen werden.

Die anhaltenden Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit wirken sich weiterhin günstig auf das Geschäftsumfeld aus. Wohingegen ein globaler Abschwung Nachfrage und Preisumfeld negativ beeinflusst. Es ist derzeit davon auszugehen, dass die Nachfrage nach neuen Bauprojekten zurückgehen wird.

Bei ausgewählten Dienstleistungen steigt allerdings die Nachfrage durch die Corona-Krise. Dazu zählen Fernüberwachung der Gebäudetechnik oder Nachrüstungen bei Lüftungs- und Klimaanlagen.

Die allgemeinen Megatrends bleiben langfristig bestehen. Dazu zählen Technisierung, Energieeffizienz, Digitalisierung und Automatisierung. Die europäische Gesetzgebung unterstützt die anhaltende Forderung nach mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

Ausblick 2020

Caverion zog am 14. April 2020 den Ausblick für 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie zurück. Da die wirtschaftliche Unsicherheit zum Ende des dritten Quartals anhält, hat Caverion beschlossen, für den Rest des Jahres 2020 keine Prognose abzugeben. Ziel ist es, im Jahresbericht 2020 einen Ausblick für 2021 zu veröffentlichen.

Dies ist eine inoffizielle und gekürzte Übersetzung. Sie finden die Originalmeldung auf Englisch unter diesem Link.

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Pressekontakt

Weitere Informationen: Caverion Österreich GmbH Laxenburger Straße 254 1230 Wien Monika Straka Marketing & Kommunikation Tel.: +43 (0)5 0606-4267 monika.straka@caverion.com